Trever aus Graz möchte mit künstlicher Intelligenz dafür sorgen, dass Token sicher und einfach zu handeln sind

Hallo Ihr Beiden, vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für ein Interview mit uns nehmt! Bitte stellt uns zu Beginn Euch und Euer Trever Team kurz vor:

Servus, wir sind Hans-Jürgen Griesbacher und Benjamin Rath, die Gründer von Trever, einem Softwareentwickler mit Blockchain-Schwerpunkt. Wir sind ein zusammengeschweißter Haufen aus insgesamt 6 IT und Finance Spezialisten mit einer gehörigen Portion Innovationsgeist.

Vielleicht möchtet Ihr uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wir designen, entwickeln und managen individuelle Softwarelösungen rund um die Blockchain. Unsere Hauptservices sind Banking- & Trading-Lösungen für digitale Assets, sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen für Prozesse und Assets.

Unsere maßgeschneiderte Banking- und Trading-Software, soll Finanzdienstleistern die Möglichkeit eines institutionellen Zugangs zu digitalen Assets wie zum Beispiel Kryptowährungen geben. Dazu gehört die komplette technische Infrastruktur mit Schnittstellen zum bestehenden System, sowie intelligente Handelsunterstützungs-Lösungen, die das Risiko minimieren und die Handels-Konditionen optimieren.

Mit unseren Cloud- und Blockchain-Lösungen unterstützen wir Unternehmen ihre Prozesse oder Assets zu digitalisieren und auf die Blockchain zu bringen. Mit allem was dazu gehört, Datenaggregation, Monitoring- und Analyselösungen. Dadurch können Produktionsprozesse optimiert, mehr Transparenz in Lieferketten geschaffen und Entscheidungsprozesse vereinfacht werden.

Mit unserem 360° Service begleiten wir unsere Kunden vom fundamentalen Design, über die technische Entwicklung bis zum laufenden Management der Software-Lösungen. Die Blockchain ist schon komplex genug, deshalb ist unser Anspruch die Zusammenarbeit einfach, individuell und reibungslos zu gestalten.

Welches Problem wollt Ihr mit Trever lösen ?

Wir haben auf der einen Seite eine Technologie die riesen Potenzial in sich birgt und auf der anderen Seite eine etablierte Wirtschaft die dieses Potenzial sieht und spürt, aber aufgrund der technischen Barriere keinen richtigen Zugang dazu hat. Wir sind die Brücke zwischen diesen zwei Welten. Wir wollen, dass sich die Blockchain Technologie weiter legitimiert und helfen unseren Kunden Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.

Wie ist die Idee zu Trever entstanden ?

2017 entstand die Idee, durch unseren Einstieg in die Kryptowährungen. Unsere Absicht war es aber nicht nur Coins zu kaufen und zu halten. Wir haben uns die Kryptomärkte genauer angesehen und deutliche Ineffizienzen erkannt. Also haben wir eine Tradingsoftware geschrieben, die diese Ineffizienzen ausnutzen soll. Mit unserem 1. Kunden, im Jänner 2019, gründeten wir dann auch Trever. Was so viel heißt wie Clever Trading. Seitdem haben wir uns weiterentwickelt und sind mittlerweile zum Softwareentwickler für Trading- und Bankingsoftware für digitale Assets, sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen geworden.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Trever erklären ?

Wir sind Spezialisten für eine komplexe Technologie. Viele Unternehmen wollen diese Technologie nutzen, haben aber nicht die Möglichkeit dazu. Deshalb entwickeln wir Softwarelösungen, die den Unternehmen ermöglichen diese Technologie zu nutzen, ohne dass sie selbst Spezialisten auf dem Gebiet sein müssen.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Wir wären kein Startup, wenn es nicht so wäre. Ich denke kein Gründer weiß von Anfang an ganz genau wo die Reise hingeht. Als wir angefangen haben hatten wir das Problem, dass die Technologie noch extrem frisch und exotisch war und somit potenzielle Kunden sehr rar waren. Daher entwickelten wir selbst neue Projektideen und Konzepte für spezielle Branchen. Das war zwar kein einfacher Weg, hat uns aber sehr geholfen zu diesem umfangreichen Dienstleister zu werden der wir heute sind.

Mit der Zeit etablierte sich die Technologie immer mehr und es entstand Nachfrage nach unseren Softwarelösungen. Mittlerweile dürfen wir Banken, Token Exchanges, Token Issuer und Industrieunternehmen aus der ganzen DACH-Region zu unseren Kunden zählen.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir kombinieren maßgeschneiderte Softwareentwicklung mit eigens entwickelten SaaS-Lösungen. Jeder Kunde bekommt individuelle Softwarelösungen, die auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Für unsere speziellen Kerntechnologien zahlen Kunden, neben der Entwicklungskosten, eine Subscription Fee.

Wie genau hat sich Trever seit der Gründung entwickelt ?

Angefangen hat alles in einer privaten Wohnung mitten in Graz, wo wir nur für uns entwickelt haben. Mit dem 1. Kunden haben wir, wie bereits erwähnt, Trever gegründet. Mitte 2019 wurden wir dann in den Science Park Graz aufgenommen. Das war ziemlich erfrischend, etwas mehr als 5m zwischen Bett und Schreibtisch zu haben. Mittlerweile sind wir in Summe 6 Leute. Wir suchen aktuell aber nach weiteren Mitarbeitern.

Blickt bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Wir haben neben unseren Dienstleistungen ständig versucht in den diversesten Branchen mit unseren Technologien Fuß zu fassen. Da steckt jedes Mal ein gewaltiger Entwicklungsaufwand dahinter. Bis dir nach ein paar Monaten durch interne oder externe Einflüsse klar wird, warum das so, wie wir uns das vorstellen, nicht funktioniert. Gepaart mit abgelehnten Förderungen und Investoren entsteht ein unangenehmer Druck. Aber das gehört dazu.

So richtig schiefgelaufen ist Gott sei Dank nichts.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Man sollte sich selbst und seinen Stärken treu bleiben und sich nicht zu weit davon weg bewegen. Wenn man in eine neue Branche vordringt, sollte man sich unbedingt von Anfang an mit einem Branchenspezialisten absprechen. Der kennt sich aus und weiß, warum es gewisse Probleme gibt und ob die überhaupt gelöst werden wollen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Wir haben nicht aufgegeben, auch wenn es „zach“ war. Wir haben neue Möglichkeiten gesehen und immer geschafft uns mit unserer Expertise einzubringen.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Gestartet haben wir mit einer FFG Förderung. Seit letztem Jahr, also 2020, bootstrappen wir Trever.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wir wollen unsere Position als Anbieter für Banking- und Trading-Software für digitale Assets festigen und ausbauen. Im Bereich Tokenisierung entwickeln wir gerade, mit einem Partner, ein neues nachhaltiges Produkt. Da freuen wir uns schon dieses, zu gegebener Zeit, öffentlich zu machen. Ansonst ist unser Ziel Wachstum, wir wollen unsere Mitarbeiter in den nächsten 12 Monaten verdoppeln.

Schauen wir was die Zukunft bringt, wir freuen uns darauf!

Vielen Dank für das Interview.

Wir danken Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Social profiles

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu.