Social Held – unterstützt bei der Freiwilligenarbeit

Hallo Karolina, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei Social Held kurz vor:

Ich bin Karolina & zusammen mit Aga Krol haben wir Social Held gegründet.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startups, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Social Held ist eine Plattform für freiwilliges Engagement, die es nicht nur für Menschen, sondern auch für Unternehmen leicht macht, sich sozial zu engagieren.

Welches Problem wollt Ihr mit Social Held lösen ?

Freiwilligenarbeit ist eine unersetzliche Stütze des Sozialsystems – Freiwillige helfen denjenigen, die in Not sind und oft keinen oder nur unzulänglichen Zugang zu staatlicher Unterstützung haben. Die Freiwilligenquote unter den Jüngsten (unter 30 Jahren) ist aber am niedrigsten. Wir wollen das ändern, indem wir ihnen ein benutzerfreundliches Instrument zur Verfügung stellen, das auf ihre Bedürfnisse eingeht wie Mikro-Engagements, Online-Freiwilligenarbeit oder Volunteering mit Freunden.

Wir glauben, dass Freiwilligenarbeit etwas für alle ist! Du musst nur etwas finden, was dir am Herzen liegt. Der Rest liegt in unseren Händen. Wir sorgen dafür, dass die Organisierung der Freiwilligenarbeit so einfach wie nie zuvor ist.

Wie ist die Idee zu Social Held entstanden ?

Die Idee von Social Held wurde durch meine persönliche Erfahrungen inspiriert. Als ich nach Wien gezogen bin, wollte ich mich ehrenamtlich engagieren, um neue Leute kennen zu lernen und meine Freizeit für einen guten Zweck zu nutzen. Zu meiner Überraschung war es ziemlich schwierig und nahm viel mehr Zeit in Anspruch als erwartet – vom Suchen und Finden der Organisationen über die Kontaktaufnahme mit der richtigen Person bis hin zur Organisation der eigentlichen Tätigkeit.

Tatsächlich sind zwei Drittel aller ehrenamtlich Tätigen durch Bekannte bzw. Freunde organisiert. Gleichzeitig bemängeln mehr als die Hälfte aller Freiwilligen, die kaum vorhandene online Präsenz von regionalen NPOs und fehlende Informationen zu konkreten Möglichkeiten.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Social Held erklären ?

Du sagst, was dein Interesse ist, was deine Talente sind (bei der Oma sicher Kochen!) und wann du Zeit hast – wir zeigen dir schnell nicht nur NPOs die dich brauchen, sondern konkreten Arbeitsmöglichkeiten und wir bringen dich mit den richtigen Ansprechpersonen in Kontakt. Alles mit nur wenigen Klicks!

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Social Held begann als eine Plattform für Freiwillige – um Freiwilligenarbeit für jüngere Menschen zugänglicher und attraktiver zu machen. Aber wir haben das Bild sehr schnell mit Unternehmen vervollständigt. Es wird immer populärer, dass Mitarbeiter als eine Art Freistellung einige Stunden pro Jahr für ehrenamtliche Arbeit während der Arbeitszeit erhalten. Die Unterstützung der Mitarbeiter bei der Freiwilligenarbeit durch ein Unternehmen ist ein starker und einfacher Weg, um der Gemeinschaft etwas zurückzugeben, den Ruf des Unternehmens zu stärken, es den Mitarbeitern zu ermöglichen, neue Fähigkeiten in ungewohnten Situationen zu entwickeln und schließlich zu einem attraktiven Arbeitsplatz beizutragen.

Unsere Skills-Matching-Plattform bietet Arbeitgebern vorausgewählte Möglichkeiten für Freiwilligenarbeit, die den Bedürfnissen und Werten des Unternehmens entsprechen. Die Mitarbeiter planen, verwalten und verfolgen ihr soziales Engagement, während Social Held es den Arbeitgebern ermöglicht, den gesellschaftlichen Beitrag des Unternehmens professionell zu verwalten. Auf der Plattform können Unternehmen ein Company Konto einrichten und es an ihre Bedürfnisse anpassen, so dass ihre Mitarbeiter sich nur mit Freiwilligenarbeit beschäftigen können, die ihren ausgewählten Anliegen entsprechen.

Von einem Company Konto aus können sie das Engagement der Mitarbeiter verfolgen, indem sie sehen, wie viele Stunden sie ehrenamtlich arbeiten, bei welchen Ereignissen, welchen Organisationen und welche Fähigkeiten sie entwickeln.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir finanzieren uns durch die jährliche Abonnementgebühr von Unternehmen für die Plattform und Organisation von Corporate Volunteering Veranstaltungen für ehrenamtliches Engagement von Unternehmen, sogenannte Social Team Days wie zum Beispiel Arbeit in der Natur, Freizeit-Ausflüge mit Kindern oder Workshops & Event Unterstützung. Dabei stimmen wir die Veranstaltung individuell auf die Bedürfnisse und Präferenzen des Unternehmens ab und organisieren sie.

Wie genau hat sich Social Held seit der Gründung entwickelt ?

Nachdem vor Ort Freiwilligenarbeit wieder möglich ist, sind wir LIVE seit Ende Juli. Bis jetzt haben wir mehr als 20 verschiedenen Organisationen an Board. Es kommen wöchentlich weitere NPOs und Freiwilligenangebote dazu. Jetzt arbeiten wir an den Umsetzungen der Unternehmensplattform und freuen uns auf die bevorstehenden Social Team Days.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ? Was habt Ihr daraus gelernt ?

Die Corona-Krise hat face-to-face Volunteering limitiert, wir müssen unsere Social Team Days absagen. Aber ich glaube dass was jetzt passiert, das Engagement, dass wir von Unternehmen gesehen haben, kann in der Zukunft Corporate Engagement noch stärker machen. Inzwischen sind wir mit mehreren COVID freundlich Corporate Volunteering Ideen gekommen.

Das freiwillige Engagement während der Corona-Krisen war auch beeindruckend. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die #Nachbarschaftschallenge, die in Wien startete und sich viral verbreitete. Jetzt ist es an der Zeit, dafür zu sorgen, dass diejenigen, die während der Krisen aktiviert wurden, weiterhin ehrenamtlich tätig bleiben.

Das ist genau jetzt das Ziel von Social Held – eine Plattform, die motivierte Menschen einfach und effizient mit guten Zwecken zusammenbringt. Egal wie man sich engagieren will, kochen im Obdachlosenheim oder Mentoring, vor Ort oder digital, regelmäßig oder ad-hoc – alles lässt sich mit nur wenigen Klicks organisieren!

Wie ist Euer Startup finanziert ?

FFG-Förderung Impact Innovation hat uns unterstützt.

Vielen Dank für das Interview

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