SLOC – die Smart Waste – Experten aus Graz

Hallo Alec, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei SLOC kurz vor:

Ich heiße Alec Essati und ich bin der Gründer und CEO von SLOC. Unser 14-köpfiges Team besteht aus jungen passionierten Entwicklern und Digital Natives. Wir stellen High-Tech Devices für Industrial IoT Use Cases her.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

SLOC wurde 2017 gegründet und entwickelt smarte IoT Devices für die Industrie. Mit On-Board Algorithmen (Edge-Computing) werden die Daten der verbauten Sensoren direkt zu Informationen verarbeitet und diese dann dem Kunden zur Prozessoptimierung- und automatisierung bereitgestellt. Unsere Devices basieren auf einer universell einsetzbaren Basistechnologie, wodurch wir in der Lage sind, unterschiedlichste Use Cases und Branchen wie zum Beispiel Abfallwirtschaft und Logistik zu bedienen.

Welches Problem wollt Ihr mit SLOC lösen ?

Wir stellen unseren Kunden jene Informationen zur Verfügung, die sie für das Verstehen ihrer Prozesse benötigen, um diese daraufhin optimieren zu können. Wir unterstützen somit unsere Kunden sich selbst zu verbessern und zu Helden der Digitalisierung zu werden.

Wie ist die Idee zu SLOC entstanden ?

Ich habe bereits mehrere Startups im Logistikumfeld aufbauen dürfen. Dabei habe ich mich intensiv mit den Themen Ortung und Wegoptimierung, zum Beispiel für Gabelstaplerflotten, beschäftigt. Ursprünglich sollte es bei SLOC um den namensgebenden „Smart Load Carrier“ gehen, allerdings haben sich die Einsatzmöglichkeiten unserer Devices über die Kernidee des intelligenten Behälters hinausentwickelt. So haben wir beispielsweise gemeinsam mit unserem Referenzkunden Saubermacher einen innovativen Füllstandsensor zur Überwachung von Abfallbehältern entwickelt. Unsere Kunden und Partner unterstützen uns dankenswerterweise immer mit ihrem Domänen Know-how. Dies ermöglicht uns in neuen Geschäftszweigen die spezifischen Kundenanforderungen in der jeweiligen Branche zu erfüllen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter SLOC erklären ?

SLOC entwickelt kleine batteriebetriebene Geräte, welche den Kunden dabei unterstützen, seine logistischen Prozesse zu verbessern, Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Wir bedienen mittlerweile auch Branchen, die wir ursprünglich gar nicht in Betracht gezogen haben. Auch wurden Entwicklungen angestoßen, die uns zu Beginn niemals in den Sinn gekommen wären. Diese Dynamik erhoffen wir uns auch zukünftig.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Als Produkt Company fokussieren wir uns auf die Entwicklung von hochskalierbaren Produkten, welche wir über Partner (Lufthansa Industry Solutions, Magenta, Telekom Deutschland) in die verschiedenen Branchen und Märkte vertreiben.

Wichtig für unser Geschäftsmodell ist es auch, dass sich der Use Case (also die Anwendung unserer SLOC Devices) von Anfang an und ohne hohe Erstinvestitionen für den Kunden rechnet. Aus diesem Grund ist „Information as a Service“ unsere Preisphilosophie, bei der wir monatlich einen kleinen Betrag über eine festgelegte Laufzeit bekommen und der Kunde vom ersten Tag an einen positiven ROI erwirtschaftet.

Wie genau hat sich SLOC seit der Gründung entwickelt ?

Gleich nach Gründung hatten wir das Glück, zwei sehr erfahrene Software- und Hardware Entwickler für uns gewinnen zu können, die gemeinsam mit mir und zwei weiteren Kollegen im Bereich Produktmanagement und Marketing die ersten PoC’s erfolgreich durchgeführt haben. Mit der Beauftragung für erste Rollouts haben wir dann die Bereiche Produktion und Auftragsabwicklung mit einem jungen, motivierten Team aufgebaut. Im Jahr 2019 besuchten wir unsere erste große Messe (LogiMAT) und konnten viele neue Kunden gewinnen und unsere Produkte in verschiedenen Branchen platzieren. Das Jahr 2020 war von großen Roll-Outs geprägt und wir haben mehr als 10.000 Devices in diesem Jahr verkauft und ausgeliefert.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Wir haben 11 Vollzeitmitarbeiter und 3 Freelancer. 2020 konnten wir unseren Umsatz nahezu vervierfachen und dank unserer Vertriebspartner auch in immer größere Teile Europas internationalisieren.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Das wohl Herausforderndste für uns war, dass wir unsere Basistechnologie komplett umstellen und aus diesem Grund zweigleisig entwickeln mussten. Das war für unser Entwicklerteam ein enormer Kraftakt.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Dass wir mehr Zeit für die Evaluierung und Auswahl der Technologie investieren müssen, mehr externe Partner in unsere Entwicklung miteinbeziehen und uns erst nach ausführlichen Kundengesprächen entscheiden.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Ich würde diese Frage so beantworten: Wir bemühen uns Fehler nicht zweimal zu machen. Zu behaupten wir haben etwas immer richtig gemacht, wäre vermessen.

Aber unter anderem ein wesentlicher Punkt, auf den wir sehr stolz sind, ist unsere Servicequalität, welche wir unseren Kunden und Partnern jeden Tag auf’s Neue bieten.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Durch Eigenkapitel und Förderungen, erfreulicherweise aber auch schon durch Aufträge von einer Vielzahl an Kunden.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Ein entscheidender Punkt ist, dass wir unsere aktuellen Aufträge erfolgreich umsetzen, denn dies ist die Basis für weiteres Wachstum und erfolgreiche Partnerschaften. Darüber hinaus haben wir sehr spannende Produkte in Entwicklung, welche wir im kommenden Jahr erfolgreich über unsere Partner am Markt platzieren wollen.

Vielen Dank für das Interview.

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