mei marend – das Naturprodukt für Unterwegs

Hallo Irene, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Startup kurz vor:

Hallo, ich bin Irene Eigler. Zusammen mit meinem Bruder Christian habe ich im vergangenen Jahr mei marend gegründet.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startups, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wir stehen für nachhaltige Produkte aus Bambus – ein Material von dem wir vollkommen überzeugt sind. Unser Hauptprodukt ist die mei marend Brotzeitbox aus Bambus, die wir selbst entwickelt haben. In unserem kleinen aber feinen Onlineshop führen wir außerdem einige weitere ausgewählte Bambusartikel.

Für die meisten unserer Produkte bieten wir die Möglichkeit einer individuellen Lasergravur an. Damit wird die Brotzeitbox oder das Bambus-Schneidebrett zum persönlichen Lieblingsstück bzw. zum besonderen Geschenk.

Mit dem Namen „mei marend“ möchten wir die Verbundenheit zu unserer Heimat Tirol ausdrücken. Unter „Marend“ versteht man in Tirol eine Brotzeit bzw. Jause. Die mei marend Brotzeitbox kombiniert also die Tiroler Tradition einer gschmackigen Brotzeit mit einem modernen, nachhaltigen Material aus Fernost, nämlich Bambus.

Welches Problem wollt Ihr mit mei marend lösen ?

Wir sehen es kritisch, wie achtlos heutzutage mit Ressourcen und auch mit Lebensmitteln umgegangen wird. In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft sind Einwegprodukte und -verpackungen insbesondere bei Lebensmitteln die Regel. Die Regale in den Supermärkten sind voll von Lebensmitteln, die – zum Teil mehrfach – in Plastik verpackt sind. Und sei es bei Fastfood oder bei Lieferdiensten, jede Mahlzeit produziert Unmengen von Müll. Ganz zu schweigen von den Tonnen Lebensmitteln, die jährlich entsorgt werden müssen.

Unsere Vision ist es, dass wir wieder mehr zu schätzen wissen, was wir essen und auch darauf achten, wie wir die Lebensmittel verpacken. Warum also nicht damit anfangen, eine gesunde Brotzeit zu Hause mit Liebe vorzubereiten und unterwegs zu essen – ohne dadurch Müll zu produzieren.

Wir möchten eine nachhaltige Alternative zu Plastik bieten und so die Welt ein wenig plastikfreier machen. Unsere mei marend Brotzeitbox aus Bambus ist ein echtes Naturprodukt. Sie ist zu 100% aus Bambus gefertigt. Bambus ist aufgrund seiner antibakteriellen und keimreduzierenden Wirkung bestens für die Aufbewahrung von Lebensmitteln geeignet.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Gründe, die für Bambus sprechen: Bambus ist in Sachen Nachhaltigkeit praktisch unschlagbar. Er wächst enorm schnell und ist eine schier unerschöpfliche natürliche Ressource. Beim Anbau sind kaum Düngemittel, Pestizide oder künstliche Bewässerung nötig. Außerdem ist Bambus im Gegensatz zu Plastik biologisch abbaubar. Und noch ein weiterer Vorteil: Bambus ist auch gut fürs Klima. Er produziert bei der Fotosynthese mehr Sauerstoff als jede andere Pflanze.

Wie ist die Idee zu mei marend entstanden ?

Ich war auf der Suche nach einer nachhaltigen Möglichkeit, um eine Brotzeit für unterwegs zu verpacken und zu transportieren. Die herkömmlichen Verpackungsweisen in Plastikbox, Frischhalte- bzw. Alufolie oder Papier – das waren für mich alles keine zufriedenstellenden Lösungen. Ich wollte Plastik vermeiden und durch das einmalige Transportieren der Brotzeit keinen unnötigen Müll produzieren. In Geschäften und online fand ich kein Produkt, das mich vollkommen überzeugte. Und so entstand die Idee, selbst eine nachhaltige Brotzeitbox zu entwickeln. Bambus faszinierte mich schon lange, da er so vielseitig ist und jede Menge Vorzüge hat. Nach kurzer Recherche stand also fest: Bambus ist das ideale Material. Ich erzählte meinem Bruder von der Idee und war es nicht allzu schwer, ihn für dieses gemeinsame Projekt zu begeistern.

Wie würdest Du Deiner Großmutter mei marend erklären ?

Die mei marend Brotzeitbox aus Bambus ist der praktische Begleiter für unterwegs: Egal ob auf einer Wanderung in der Natur, in der Mittagspause am Arbeitsplatz oder an der Uni. Die Brotzeit ist sicher und nachhaltig verpackt – ganz ohne Plastik.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir verkaufen unsere Bambusprodukte über unseren Online-Shop, sowie über unsere Vertriebspartner.

Der Rohstoff für unsere Brotzeitbox – Bambus – wächst natürlich in Asien. Wir arbeiten mit einer Herstellerfirma in China zusammen, welche die Einzelteile für die mei marend Brotzeitbox anfertigt. Wir legten Wert darauf, uns persönlich von den Arbeitsbedingungen und der Qualität der Produktion unseres chinesischen Lieferanten zu überzeugen. Dazu hatte mein Bruder Christian im Sommer 2019 bei einem Besuch vor Ort Gelegenheit. Er hat übrigens selbst zwei Jahre in China gelebt und dort (wie auch zuvor und danach in Deutschland) im Qualitätsbereich gearbeitet. Er hat also Erfahrung darin, eine Produktionsstätte hinsichtlich der Produktionsweise und Arbeitssicherheit einzuschätzen.

Die Einzelteile werden also in China produziert und gelangen dann per Containerschiff zu uns. Nun beginnt die Arbeit in unserer kleinen Werkstatt in Tirol: wir kontrollieren die Qualität, Schleifen und Ölen nach, wo es nötig ist und bauen die Boxen fertig zusammen. Ein weiterer Schritt ist das Anpassen und Zusammennähen des leuchtend grünen Gummiband. Wenn gewünscht, gravieren wir den Deckel der Box mit einem persönlichen Schriftzug oder einer Grafik. So können wir individuell auf die Wünsche unserer Kunden eingehen und eine gleichbleibend hohe Qualität der Brotzeitboxen garantieren.

Ich möchte noch betonen, dass wir uns bewusst für das Material „Vollbambus“ entschieden haben – man kennt das Material ja von den klassischen Schneidebrettern. Produkte aus Bambusfasern sind für uns keine Option: Bei der Produktion dieser – bekannt sind z.B. To-Go-Kaffeebecher – wird neben den Bambusfasern auch Kunststoff (Melaminharz) beigemengt, um die gewünschte Form und Stabilität zu erreichen. Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch. Deshalb ist uns wichtig, dass uns von einem renommierten Prüfungsinstitut bestätigt wurde, dass unsere Brotzeitboxen geschmacks- und geruchsneutral, sowie frei von gesundheitsschädlichen Substanzen sind.

Natürlich achten wir auch bei der Verpackung unserer Produkte auf nachhaltige Materialien und vermeiden Plastik. Die Produktverpackung der mei marend Brotzeitbox haben wir bewusst schlicht gehalten: sie besteht aus einer Naturkarton-Banderole ohne Farbe. Der Versand unserer Bambusprodukte erfolgt sicher verpackt in Kartonschnipsel oder Holzwolle und auch bei den Details, wie Aufkleber und Packband, haben wir uns für umweltfreundliche Varianten entschieden.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Bisher sind es nur wir zwei: Christian und Irene.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Ich würde nicht sagen „richtig schief gegangen“ aber was mir dazu einfällt ist folgendes: Als wir uns auf die Suche nach einem Produzenten machten, der die Brotzeitboxen nach unseren Vorstellungen fertigen würde, haben wir diese Aufgabe zunächst ziemlich unterschätzt. Es brauchte mehrere Anläufe und es gab fast ebensoviele herbe Rückschläge. Nicht nur einmal mussten wir nach längerer Korrespondenz mit einer Firma und vielversprechenden Zusagen dann doch wieder von vorne anfangen. Daher hat sich der Zeitpunkt, bis wir die ersten Brotzeitboxen dann tatsächlich fertigstellen konnten auch mehrmals um einige Wochen verschoben.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Ausdauernd und hartnäckig zu bleiben und gleichzeitig flexibel genug zu sein, um neue, alternative Lösungsansätze zu finden. Letztendlich haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir unsere Vorstellungen realisieren konnten.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Ich denke, mit unserem Produkt, der mei marend Brotzeitbox liegen wir goldrichtig. Wir legen Wert auf eine hohe Qualität und die Nachhaltigkeit unserer Produkte und das wissen unsere Kunden zu schätzen. Immer mehr Konsumenten handeln umwelt- und gesundheitsbewusst und entscheiden sich für nachhaltige Produkte. Genau diese Menschen sprechen wir an.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Bisher haben wir alles selbst bzw. aus den laufenden Einnahmen finanziert.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wir möchten natürlich bekannter werden und wir planen unser Produktportfolio zu erweitern. Wir haben da schon einige Ideen im Hinterkopf. Lasst euch überraschen. Wir sind ein kleines Unternehmen und stehen noch am Anfang. Wir wollen langsam und kontinuierlich wachsen – auch hier sind wir auf Nachhaltigkeit bedacht.

Vielen Dank für das Interview.

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