Tabuthema Schwitzen? Dieses Salzburger Startup hat die Lösung!

Hallo Stefan, vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Stell dich unseren Leser:innen doch mal kurz vor – wer bist du, und was machst du bei DON’T CALL IT DEO?

Mein Name ist Stefan Steiner, ich bin Gründer von DON’T CALL IT DEO. Wir entwickeln Antitranspirant-Produkte, die dort ansetzen, wo herkömmliche Deos aufhören – nämlich bei der Ursache des Schwitzens. Entstanden ist die Idee aus meiner eigenen Betroffenheit, da ich selbst seit vielen Jahren unter starkem Schwitzen leide. Heute ist es meine Mission, nicht nur Menschen mit starkem Schwitzen zu helfen, sondern auch allen, die ein wirklich wirksames und modernes Deo suchen, das klassische Produkte ersetzen kann.

Vielleicht möchtest du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

DON’T CALL IT DEO ist ein Startup aus Salzburg, das sich auf Antitranspirant-Produkte spezialisiert hat. Unser Ziel ist es, Menschen zu helfen, die stark schwitzen – aber auch allen, die ein zuverlässiges, modernes Deo suchen, das mehr kann als herkömmliche Produkte. Während klassische Deos nur Gerüche überdecken, setzen unsere Produkte an der Ursache an und bieten klinisch getesteten, dermatologisch bestätigten Schutz, der den Alltag spürbar erleichtert.

Welches Problem wollt ihr mit DON’T CALL IT DEO lösen?

Wir wollen ein Problem lösen, das viele Menschen betrifft, über das aber kaum jemand offen spricht: starkes Schwitzen.
Für Betroffene kann das zur echten Belastung werden – im Alltag, im Beruf und im sozialen Leben. Herkömmliche Deos helfen in solchen Fällen nicht weiter, weil sie lediglich Geruch überdecken. DON’T CALL IT DEO setzt genau hier an: Wir entwickeln Antitranspirant-Produkte, die die Schweißbildung wirksam regulieren und stoppen. Damit geben wir unseren Kundinnen nicht nur Sicherheit, sondern auch ein Stück Lebensqualität und Selbstbewusstsein zurück. Gleichzeitig sind unsere Produkte aber auch eine echte Alternative für alle, die einfach ein modernes, zuverlässiges Deo suchen, das mehr kann als die üblichen Produkte im Regal.

Wie würdest du deiner Großmutter DON’T CALL IT DEO erklären ?

DON’T CALL IT DEO ist wie ein besonders starkes „Deo“, das nicht nur Gerüche überdeckt, sondern direkt verhindert, dass man zu viel schwitzt. Es hilft Menschen, die ständig nasse Flecken unter den Achseln haben – aber auch allen, die einfach ein zuverlässiges Produkt wollen, das den ganzen Tag hält. Kurz gesagt: Es ist der unsichtbare Schutzengel gegen Schweiß und Geruch im Alltag.

Wie funktioniert euer Geschäftsmodell ?

Unser Geschäftsmodell basiert auf einem Omnichannel-Ansatz. Das bedeutet, wir vertreiben unsere Produkte sowohl über den eigenen Onlineshop als auch über große Handelspartner. In Österreich sind wir in allen dm-Filialen vertreten, in Deutschland in allen ROSSMANN-Filialen. Zusätzlich sind wir über führende Online-Apotheken wie Shop ApothekeDocMorris und medpex sowie über Amazon erhältlich.
So stellen wir sicher, dass unsere Kundinnen DON’T CALL IT DEO dort finden, wo sie am liebsten einkaufen – ob online, stationär oder direkt bei uns.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Rückblickend gab es natürlich einige Stolpersteine – und das ist im Unternehmertum auch völlig normal. Ein Beispiel: Wir haben zu Beginn unterschätzt, wie komplex es ist, ein so sensibles Produkt wie ein Antitranspirant im großen Stil zu produzieren und gleichzeitig höchste kosmetische und regulatorische Standards einzuhalten. Das hat uns Zeit, Nerven und auch Geld gekostet.

Doch genau diese Rückschläge haben uns stärker gemacht: Wir haben gelernt, Prozesse zu optimieren, die richtigen Partner auszuwählen und auf Qualität nie Kompromisse einzugehen. Heute profitieren wir davon, dass wir diese Herausforderungen früh durchlebt haben – und sie haben uns gezeigt, wie wichtig Durchhaltevermögen und Klarheit in der eigenen Mission sind.

Was habt ihr daraus gelernt ?

Wir haben daraus gelernt, dass Qualität und Verlässlichkeit oberste Priorität haben – auch wenn es manchmal länger dauert oder komplexer wird. Außerdem hat uns diese Erfahrung gezeigt, wie wichtig es ist, die richtigen Partner an seiner Seite zu haben und den Mut zu haben, auch mal „Nein“ zu sagen, wenn etwas nicht zu unserer Vision passt.

Vor allem aber: Rückschläge gehören zum Gründen dazu. Sie sind kein Zeichen des Scheiterns, sondern ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Heute sind wir dankbar dafür, weil sie uns zu dem gemacht haben, was wir jetzt sind – ein Unternehmen mit klarem Fokus, das seine Mission konsequent verfolgt.

Und wo habt ihr bisher alles richtig gemacht ?

Richtig gemacht haben wir von Anfang an, dass wir ein echtes Problem lösen, das viele Menschen betrifft, über das aber kaum jemand spricht. Der klare Fokus auf starkes Schwitzen – und gleichzeitig eine wirksame Alternative für alle, die ein zuverlässiges Deo suchen – war genau der richtige Ansatz.

Auch die Entscheidung, von Beginn an auf höchste Qualität und Wirksamkeit zu setzen, war ein entscheidender Erfolgsfaktor. Das hat uns viel Vertrauen gebracht – von Kundinnen ebenso wie von starken Handelspartnern.

Und nicht zuletzt war es richtig, unsere eigene Betroffenheit offen zu kommunizieren. Wir sprechen das Thema Schwitzen ehrlich und unverblümt an, anstatt es zu verschweigen. Diese Authentizität ist einer der Gründe, warum DON’T CALL IT DEO heute so viele Menschen überzeugt.

Was ist euer nächstes großes Ziel ?

Unser nächstes großes Ziel ist es, DON’T CALL IT DEO als feste Marke im gesamten DACH-Raum zu etablieren. Wir möchten erreichen, dass jeder, der nach einer verlässlichen Lösung gegen Schwitzen sucht, sofort an uns denkt – egal ob im Drogeriemarkt, in der Apotheke oder online.

Darüber hinaus arbeiten wir daran, unser Portfolio Schritt für Schritt zu erweitern. Immer mit dem gleichen Anspruch: Produkte zu entwickeln, die echte Probleme lösen und das Leben unserer Kundinnen leichter machen.

Vielleicht noch ein paar persönliche Fragen – Stell dir vor, du würdest heute nochmal ganz von vorn starten. Was würdest du anders machen?

Wenn wir heute nochmal von vorn starten würden, dann würden wir wahrscheinlich mutiger und schneller Entscheidungen treffen. Am Anfang haben wir manches zu lange hinterfragt und sind dadurch langsamer vorangekommen, als nötig gewesen wäre.

Außerdem würden wir noch früher den Fokus auf klare Kommunikation und Markenaufbau legen – denn wir haben gemerkt, wie wichtig es ist, nicht nur ein wirksames Produkt zu entwickeln, sondern auch die Geschichte dahinter authentisch zu erzählen.

Gleichzeitig gehört es aber auch dazu, Fehler zu machen. Ohne diese Erfahrungen wären wir heute nicht da, wo wir sind. Deshalb würden wir zwar manches effizienter gestalten – aber den Weg an sich würden wir jederzeit wieder gehen.

Erinnerst du dich noch an den Moment, in dem du entschieden hast: Ich gründe ein Unternehmen!? Was war der Auslöser?

Ja, den Moment erinnere ich sehr genau. Der Auslöser war mein eigenes Erleben: Ich habe seit Jahren unter starkem Schwitzen gelitten und alles ausprobiert, was es am Markt gab – ohne Erfolg. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich mir dachte: Wenn es keine Lösung gibt, die funktioniert, dann muss ich sie eben selbst entwickeln.

Das war der Startschuss. Aus einem sehr persönlichen Problem wurde die Idee für DON’T CALL IT DEO – und die Mission, nicht nur mir selbst zu helfen, sondern auch all den Menschen, die das gleiche Problem haben.

Jede Gründung bringt Herausforderungen. Was war deine größte bisher – und wie hast du sie gelöst?

Die größte Herausforderung war definitiv, ein hochwirksames, klinisch getestetes Produkt auf den Markt zu bringen und dabei alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Antitranspirante sind sensibel, die Produktion ist komplex und wir mussten von Anfang an höchste Qualitätsstandards einhalten.

Gelöst haben wir das, indem wir uns die richtigen Partner ins Boot geholt und Schritt für Schritt Prozesse aufgebaut haben, die zuverlässig und skalierbar sind. Es war ein langer Weg, mit vielen Rückschlägen, aber auch wichtigen Learnings. Heute profitieren wir genau davon – weil wir wissen, dass unsere Produkte nicht nur funktionieren, sondern auch höchsten Ansprüchen genügen.

Welche Entscheidung hat sich im Nachhinein als goldrichtig herausgestellt?

Eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen hat, war, von Anfang an keine Kompromisse bei Qualität und Wirksamkeit einzugehen. Wir haben bewusst auf eine klinisch getestete, dermatologisch bestätigte Lösung gesetzt – auch wenn das aufwendiger, teurer und zeitintensiver war.

Diese Konsequenz hat uns das Vertrauen unserer Kundinnen gebracht und war auch der Schlüssel, um starke Handelspartner wie dm und ROSSMANN zu gewinnen. Rückblickend war es genau diese Entscheidung, die den Grundstein dafür gelegt hat, dass DON’T CALL IT DEO heute eine so starke Position im Markt hat.

Was war der beste Ratschlag, den du je bekommen hast – und von wem?

Der beste Ratschlag, den ich je bekommen habe, war: „Mach es einfach – und hab keine Angst davor, Fehler zu machen.“ Diesen Satz habe ich von einem befreundeten Unternehmer gehört, als ich noch gezögert habe, ob ich den Schritt in die Gründung wirklich wagen soll.

Er hat mir geholfen zu verstehen, dass Perfektion nie der Anfang sein kann. Man muss ins Tun kommen, Erfahrungen sammeln und aus Rückschlägen lernen. Ohne diesen Ratschlag hätte ich DON’T CALL IT DEO vielleicht nie gestartet.

Welchen Rat würdest du anderen Gründer:innen mit auf den Weg geben – besonders jenen, die noch zögern?

Mein wichtigster Rat an Gründerinnen, die noch zögern: Wartet nicht auf den perfekten Moment – der kommt nie. Wenn ihr ein echtes Problem erkannt habt und davon überzeugt seid, dass eure Lösung Menschen helfen kann, dann startet. Alles andere könnt ihr unterwegs lernen.

Und ganz wichtig: Seid authentisch. Gerade am Anfang zählt nicht, alles zu wissen, sondern ehrlich zu sein, dranzubleiben und sich die richtigen Menschen an die Seite zu holen. Mut ist oft wertvoller als Perfektion.

Was ist eine harte Wahrheit über Unternehmertum, über die zu wenig gesprochen wird?

Eine harte Wahrheit ist: Unternehmertum ist kein geradliniger Erfolgslauf, sondern oft ein ständiges Auf und Ab. Hinter jedem Fortschritt stehen unzählige Stunden Arbeit, Zweifel, Rückschläge und Entscheidungen, die man manchmal erst im Nachhinein richtig einordnen kann.

Darüber wird viel zu wenig gesprochen – nach außen sieht man meist nur die Erfolgsgeschichten. In Wahrheit gehört aber eine Menge Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und mentale Stärke dazu. Die gute Nachricht: Genau das macht die Reise so wertvoll. Denn wenn man für seine Mission brennt, tragen auch die härtesten Phasen dazu bei, dass man wächst – als Unternehmerin und als Mensch.

Welche Bücher, Podcasts oder Menschen inspirieren dich – und warum?

Mich inspirieren besonders Menschen, die ungeschönt von ihrem Weg erzählen – mit allen Höhen und Tiefen. Bücher und Podcasts, die nicht nur den Erfolg zeigen, sondern auch die Rückschläge und Zweifel, geben mir am meisten.

Konkret höre ich gerne Gründer-Podcasts, in denen offen über Fehler gesprochen wird. Denn genau darin steckt der größte Mehrwert: zu verstehen, dass niemand ohne Umwege zum Ziel kommt.

Darüber hinaus inspirieren mich Menschen in meinem Umfeld – ob befreundete Unternehmerinnen oder Kundinnen, die uns ihre Geschichten erzählen. Diese echten Begegnungen sind oft wertvoller als jedes Business-Buch.

Was war für dich ein echter „Gamechanger“ – ob Tool, Team oder Mindset?

Ein echter Gamechanger war für uns das Mindset, offen über Tabuthemen zu sprechen. Statt Schwitzen zu verschweigen oder schönzureden, haben wir uns entschieden, es direkt und ehrlich anzusprechen – mit all seinen Belastungen für die Betroffenen. Diese Offenheit hat die Marke DON’T CALL IT DEO geprägt und den Unterschied gemacht.

Ein weiterer Gamechanger war unser Team: Menschen an der Seite zu haben, die die gleiche Vision teilen und bereit sind, über sich hinauszuwachsen, ist unbezahlbar. Ohne dieses Zusammenspiel wäre das, was wir heute erreicht haben, nicht möglich gewesen.

Was bedeutet für dich Erfolg – ganz persönlich?

Erfolg bedeutet für mich nicht nur Zahlen oder Umsätze. Erfolg ist, wenn unsere Produkte das Leben von Menschen wirklich leichter machen. Wenn jemand schreibt, dass er oder sie dank DON’T CALL IT DEO wieder selbstbewusst auftreten kann, ist das für mich der größte Erfolg.

Ganz persönlich bedeutet Erfolg auch, meinen eigenen Weg zu gehen – aus einem Problem, das mich lange belastet hat, eine Lösung für viele zu schaffen. Und wenn ich dabei noch mit Menschen arbeiten darf, die die gleiche Vision teilen, fühlt sich das wie echter Erfolg an.

Wenn du anderen Gründern oder Unternehmerinnen in Österreich eine Botschaft mitgeben könntest – welche wäre das?

Meine Botschaft wäre: Habt den Mut, Probleme anzusprechen, die andere lieber verschweigen – genau darin liegen oft die besten Ideen. Österreich braucht Gründerinnen, die nicht nur nach Trends schauen, sondern echte Lösungen entwickeln, die Menschen im Alltag helfen.

Und: Lasst euch nicht entmutigen. Rückschläge gehören dazu, gerade in der Anfangszeit. Wichtig ist, dranzubleiben, authentisch zu bleiben und Schritt für Schritt voranzugehen. Am Ende zahlt sich Mut immer aus.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns so offen zu sprechen.

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