Digando – hier mieten Profis

Hallo Alexander, vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn dich und dein Team bei Digando kurz vor:

Hallo Manuel, das kann ich nur zurückgeben. Schön, dass es geklappt hat! Das Startup Digando – das sind derzeit acht Köpfe bestehend aus Geschäftsführung, Entwicklung, Marketing sowie Backoffice. Acht Köpfe aus drei Nationen, ein tolles Umfeld, in dem das Arbeiten Spaß macht. Außerdem arbeiten wir noch mit externen Partnern aus anderen Teilen Europas zusammen, damit wir rasch unsere Ziele erreichen können. Geplant ist aber schon, dass wir weiter stark wachsen und das Team in Vorarlberg vergrößern.

Vielleicht möchtest du uns euer Startup ganz zu Beginn unseres Interviews kurz vorstellen ?

Am 12. August 2019 war es soweit: Digando.com hatte seinen Go-Live. Ich könnte jetzt ausholen und von innovativen Suchfunktionen, intelligenten Algorithmen, API-Schnittstellen, Softwarelösungen und vielem mehr sprechen. Aber schlussendlich arbeiten wir auf ein Ziel hin: Die Miete von Baumaschinen zu digitalisieren und sie so einfach wie eine Hotelbuchung zu machen. Die Etablierung digitaler Prozesse in der Baubranche in Österreich hinkt oftmals hinterher. Gemeinsam mit den Vermietpartnern sind wir Vorreiter im Bereich der digitalen Baumaschinendisposition und -miete.

Welches Problem wollt ihr mit der Online-Plattform Digando.com lösen ?

Die Vermietung von Baumaschinen wurde bisher per Telefon und Email abgewickelt. Dabei geht es aber immer um Informationen, die der Mieter braucht, wie z.B. wann ist die Maschine verfügbar, welche Eigenschaften hat die Maschine, wie sehen die Konditionen (Preis, Versicherung, …) aus etc. So wie in vielen anderen Branchen heute üblich, soll sich ein Kunde über eine Plattform die relevanten Informationen abrufen können und dies nicht immer in langwierigen Telefongesprächen und oft mit störendem Baustellenlärm im Hintergrund mühsam erfragen müssen. Bei Digando.com werden alle Vorgänge der Baustellendisposition online über den Account des Unternehmens abgewickelt: Verschiedenste Maschinentypen unterschiedlicher Vermieter in nur einer Bestellung mieten, Buchungen jederzeit anpassen, Engpässe erkennen. Oder anders gesagt: Jegliche Vorgänge mit nur wenigen Klicks durchführen. Die Plattform entwickelt sich zum One-Stop-Shop für Baumaschinen. Das besondere an der Plattform ist auch, dass die Baumaschinen angezeigt werden, die im gewählten Zeitraum auch verfügbar sind. Es steht also der sofortigen Miete nichts mehr im Weg – Live-Verfügbarkeit nennen wir das. Und das alles, ohne auch nur einen einzigen Anruf zu tätigen. Rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche.

Aus einer zunächst fixen Idee ist so innerhalb des vergangenen Jahres eine Plattform geworden, die durch automatisierte Prozesse die tägliche Arbeit des Disponenten effizienter macht. Mit renommierten Vermietern wächst unser Angebot Monat für Monat und wir können bereits von über 25 Standorten österreichweit liefern.

Wie würdest du deiner Großmutter Digando.com erklären ?

Ich würde vermutlich versuchen, das Wort Digitalisierung zu meiden (lacht). Vielleicht so: Digando.com ist vergleichbar mit einem Anbieter, bei dem jegliche Baumaschinen gemietet werden können, die auf der Baustelle gebraucht werden. Durch neueste Technologien ist es möglich, alles über einen Unternehmenszugang im Internet abzuwickeln. So kann alles auf schnellstem Weg, in Echtzeit und rund um die Uhr organisiert werden. Dank den Vermietpartnern von Digando.com ist es möglich, namhafte Marken und verschiedenste Maschinentypen gleichzeitig anzubieten. Da bleibt mehr Zeit, um mit der Großmutter spazieren zu gehen.

Hat sich euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Von Anfang an war es das Ziel, partnerschaftlich mit den Vermietern und Mietern zusammenzuarbeiten. Digando.com sollte nie eine Plattform sein, die sich unabhängig von den Partnern weiterentwickelt. Sie sollte schon immer die Möglichkeit bieten, Prozesse im Baugewerbe zu vereinfachen und die gesamte Branche besser zu vernetzen. Es sollte ein offener Marktplatz entstehen, auf dem sich alle Branchenteilnehmer auf Augenhöhe begegnen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil: zahlreiche Gespräche mit den Vermietern haben gezeigt, dass wir hier genau richtig liegen. Wir präsentieren die Vermieter sehr prominent auf der Plattform und werden sie noch weiter in den Vordergrund bringen. Das ist extrem wichtig, wenn wir unser Ziel eines gemeinsamen digitalen Marktplatzes erreichen wollen.

Wie genau hat sich Digando seit der Gründung entwickelt ?

Wir arbeiten laufend daran, neue Funktionen zu implementieren und die Handhabung noch weiter zu vereinfachen. Auch die Anwendungen für Vermieter sowie Mieter werden ständig ergänzt. Im August 2019 sind wir zunächst mit einer kleinen Auswahl an Baumaschinen gestartet und erweitern seitdem das Angebot stetig. Neben Baggern stehen nun auch verschiedenste Modelle von Ladern, Verdichtern, Siebanlagen und mehr zu Verfügung. Wir sehen die Weiterentwicklung der Plattform und der Angebote als einen stetigen Prozess an, der sich auch an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Auf diese Weise erfolgt die Digitalisierung der Baumaschinenmiete in enger Zusammenarbeit mit der Branche.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist im vergangenen Jahr so richtig schief gegangen ?

Gestartet sind wir im August 2019 mit einem sogenannten MVP (minimum viable product). Eigentlich wollten wir damit schon früher am Markt sein. Doch der Hang zur Perfektion ist nicht so leicht zu unterdrücken. Wir haben die letzten Wochen vor dem Go-Live noch sehr viel verbessert und optimiert, damit alles reibungslos läuft, wenn Digando.com der Öffentlichkeit präsentiert wird. Nach dem Start haben wir aber erkannt, dass dies in vielen Bereichen gar nicht nötig gewesen wäre. Unsere Nutzer sind flexibel und verzeihen es auch, wenn z.B. die Wunschausstattung einer Maschine über ein Notizfeld bestellt und nicht in einem aufwändig gestalteten UI gewählt werden kann. Mit diesem Mut zur Lücke hätten wir schon viel früher auf den Markt kommen können.

Was habt ihr daraus gelernt ?

Die Priorisierung der Arbeiten und auch das bewusste Weglassen oder Vereinfachen von Funktionen ist in einem Startup extrem wichtig. Nur so entsteht die nötige Entwicklungsgeschwindigkeit, die man zu Beginn auch braucht. Bei uns sind das immer Teamentscheidungen und in Diskussionen zu neuen Funktionen gewinnt die beste Idee. So stellen wir sicher, dass wir immer nahe am Nutzer durchdachte Lösungen zur richtigen Zeit liefern können.

Und wo habt ihr bisher alles richtig gemacht ?

Die Rückmeldungen zeigen, dass die Branche sich zwar vorsichtig der Digitalisierung nähert, aber bestrebt ist, etwas zu ändern. Und auch darauf gewartet hat, dass etwas vorangeht. Auch lebt die Beziehung zwischen den Gewerbetreibenden oftmals von einem Vertrauen, das durch jahrelange Zusammenarbeit entstanden ist. Die Partnerschaft und eine 100% Kundenzufriedenheit als einen Grundstein unserer Arbeit zu legen war auf jeden Fall richtig. Allerdings braucht es da schon ein Umdenken, denn ein Unternehmen muss sich selbst im eigenen Business zurücknehmen und sich „in die zweite Reihe stellen“. Es ist aber eine sehr spannende Zeit und wir werden zeigen, dass man auch genau so sehr erfolgreich sein kann.

Was sind eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Da gibt es bei uns viele große Herausforderungen. Gerade erweitern wir unser Angebot um einige Produktkategorien, weitere Partner dazu sind bereits gefunden. Außerdem sind wir bereits in Kontakt mit Partnern in Deutschland und der Schweiz, dies sind die nächsten Ziele in unserer geografischen Expansion. Gerade haben wir auch die Zusammenarbeit mit externen Experten fixiert – da wird im Frühjahr eine große Überraschung auf unsere Nutzer zukommen. Wir freuen uns schon auf diese nächsten großen Schritte auf unserer Reise. Mehr verraten wir aber heute noch nicht!

Vielen Dank für das Interview.

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